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First Steps in the Trump Era

Keine Tempo-30-Zonen

AVK begrüsst klare Regeln für innerörtliche Geschwindigkeiten gemäss Motion Schilliger

Verkehrsorientierte Strassen sollen nicht Tempo 30 Zonen werden: Die Aargauische Verkehrskonferenz AVK hat zur Umsetzung der Motion Schilliger «Hierarchie des Strassennetzes innerorts und ausserorts sichern» Stellung genommen. Grundsätzlich unterstützt die AVK die Stossrichtung der Vorlage: Die vorgeschlagenen Anpassungen erhöhen die Rechtssicherheit, schaffen eine einheitliche Praxis und stärken die Kohärenz innerhalb der kommunalen und kantonalen Verkehrsplanung. Verkehrsorientierte Strassen dürfen dabei nicht Teil von Tempo 30- oder Tempo 20-Zonen werden.

Aus Sicht der AVK braucht es jedoch gezielte Präzisierungen, damit die Funktionsfähigkeit des innerörtlichen Strassennetzes langfristig gewährleistet bleibt und der Bundesratsauftrag in der Praxis wirksam umgesetzt werden kann.

Verkehrsorientierte Strassen klar definieren
Die AVK unterstützt die Einführung des Begriffs der „verkehrsorientierten Strasse“, fordert jedoch eine verbindlichere Definition, die den Zweck dieser Achsen eindeutig beschreibt: Sie sollen den zentralen Verkehrsfluss sicherstellen und Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr entlasten. Dazu gehört auch die Berücksichtigung ihrer Bedeutung für den öffentlichen Verkehr und die Rettungsdienste.

Temporeduktionen regelmässig überprüfen
Tempo-30-Anordnungen sind aus Sicht der AVK sinnvoll, sofern sie auf klaren, nachvollziehba-ren Gründen basieren. Die AVK befürwortet deshalb eine obligatorische Überprüfungspflicht für bestehende Temporeduktionen – spätestens alle zehn Jahre oder nach baulichen Veränderungen. Dies schafft Transparenz, verhindert Fehlentwicklungen und sorgt für eine schweizweit einheitliche Anwendung der Regelung.

Verkehrsorientierte Strassen nicht in Tempo-30-Zonen umwandeln
Die AVK erachtet es als wichtig, dass verkehrsorientierte Strassen nicht Teil von Tempo-30- oder Tempo-20-Zonen werden können. Eine klare Abgrenzung ist notwendig, damit das innerörtliche Strassennetz zuverlässig funktioniert und die Verkehrsströme dorthin gelenkt werden, wo sie hingehören.

Einsatz lärmarmer Beläge schweizweit einheitlich regeln
Die AVK unterstützt den verpflichtenden Einsatz lärmarmer Beläge – erwartet aber eine schweizweit einheitliche und praxisnahe Umsetzung, die sowohl Verkehrs- wie Sicherheitsanforderungen des ASTRA berücksichtigt. Unterschiedliche Vollzugspraxen würden die kantonale Planung erschweren.

AVK setzt auf konstruktive Zusammenarbeit
Die AVK versteht sich als verbindende Plattform von Gemeinden, Regionen, Verbänden und Verwaltung. In diesem Sinne unterstützt sie den Bundesrat in seinem Bestreben, die Hierarchie des innerörtlichen Strassennetzes zu klären, und bringt ihre Vorschläge als praxisnahe Ergänzungen ein.
„Wir begrüssen die Richtung, in die der Bundesrat geht. Jetzt gilt es sicherzustellen, dass die Regeln in den Kantonen und Gemeinden einfach, einheitlich und funktional umgesetzt werden können“, betont Stefan Huwyler, AVK-Präsident und Grossrat.
Lesen Sie hier die Antwort AVK zur nationalen Vernehmlassung «Umsetzung der Motion 21.4516 Schilliger – „Hierarchie des Strassennetzes innerorts und ausserorts sichern»

Wenden Sie sich bei Rückfragen gerne an:
GR Stefan Huwyler, Präsident Aargauische Verkehrskonferenz, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (076 527 17 28)
oder
Marianne Kamm, Verbandssekretär Aargauische Verkehrskonferenz, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (062 746 20 40)

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Information

Die Aargauischen am Strassenverkehr interessierten Vereine, Verbände, Stiftungen, Interessengemeinschaften oder sonstige Gesellschaften (natürliche und juristische Personen) haben unter dem Namen Aargauische Verkehrskonferenz (AVK) beschlossen, enger zusammenzurücken. Dauernde, sehr oft koordinierte Angriffe von Mobilitäts- und damit vielfach auch Wirtschafts- und Gesellschaftsgegnern sollen in geeigneter, abgestimmter Form und getragen von allen Betroffenen besser abgewehrt werden.